
Eine der obersten ökonomischen Grundweisheiten lautet: Legen Sie kein Geld an, welches sie mit Schulden finanzieren.
Um dann Geld bedarfsgerecht anzulegen, müssen sich zwangsläufig viele Fragen ergeben. Möchte man sein Geld total sicher anlegen oder möchte man "Hohe Erträge bei begrenztem Risiko erzielen"?

Haben Investmentfonds einen "eingebauten" Vorsprung vor anderen Anlageformen? Oder bringen einen konservative
Geldanlagen weiter?
In der Anlegergunst jedenfalls stand die "kollektive Vermögensverwaltung", wie man die Idee der Investmentfonds bezeichnen könnte, ganz oben, aber spätestens seit der Finanzkrise teilen sich die Meinungen - und das weltweit.
Investmentfonds: Immer noch die weite Anlagewelt auch für Kleinanleger...?
Der Reiz von Investmentfonds liegt auf der Hand: Für den Kleinanleger eröffnet sich die Möglichkeit, sich mit minimalen Beträgen in die große, weite Anlagewelt zu begeben, wozu er ansonsten aus Kostengründen und der Risikostreuung wegen ein Vielfaches einsetzen müsste, ganz zu schweigen vom Know-how internationalen Managements, das er mit jedem Anteil quasi automatisch erwirbt. Auch mittlere und große Anleger nutzen Vielfalt und Komfort der Fonds, die zusätzlich auch noch ein sehr liquiditätsnahes Anlagemedium sind.
... unter dem Schutz strenger gesetzlicher Regelungen
Die Investmentfonds sind im Prinzip nichts anderes als Sammelstellen für Kapital, das im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und entlang der Richtlinien der Fondsstatuten angelegt wird. Die Kapitalgeber erhalten Zertifikate, deren Wert sich ergibt, indem der Wert des gesamten Vermögens durch die Zahl der Zertifikate geteilt wird.
Nicht jede x-beliebige Privatperson darf einen Fonds gründen, Kapital einsammeln und dieses nach eigenem Gusto anlegen. Im Gegenteil: Das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG), neu gefasst 1990, unterstellt die Fonds der Bankenaufsicht und enthält strenge Richtlinien, wie das Vermögen verwaltet werden muss und welche Prinzipien bei der Risikostreuung eingehalten werden müssen. Nur als Beispiel (eine Darstellung aller Bestimmungen würde zu viel Platz kosten): Wertpapiere eines einzelnen Emittenten dürfen im Umfang von maximal 10% des Fondsvermögens erworben werden.
Insgesamt führen die gesetzlichen Bestimmungen dazu,
- dass Sie - was die Sicherheit betrifft - eine Investmentgesellschaft mit einer Bank und Ihr "Depot" dort mit einem "Konto" durchaus vergleichen können,
- dass Ihr Geld nach den Prinzipien der kaufmännischen Vorsicht verwaltet wird,
- dass Sie Ihre Anteile jederzeit zurückgeben können,
- dass der Fonds Ihnen gegenüber Rechenschaft über Mittelverwendung und Anlageerfolg ablegen muss,
- dass Sie den Konkursfall der Investmentgesellschaft nicht befürchten müssen,
denn in diesem Fall würde Ihr Kapital als "Sondervermögen" nicht in die Konkursmasse fallen.
Grundlage der Wertentwicklung Ihres Investment-Depots ist also stets die Entwicklung des Marktes, in dem "Ihr" Fonds investiert.
